Zu einem dramatischen Vorfall kam es am Sonntagnachmittag, dem 28. Juni 2026, auf dem „Wegerl im Helenental“ bei Baden.
Kampf um ein Menschenleben bei Gluthitze Am bisher heißesten Tag in diesem Jahr suchten wieder unzählige Menschen etwas Abkühlung. Wobei auch eine Vielzahl an Personen bzw. Spaziergänger nutzten hierfür mehrere schattige Plätze entlang des Schwechat-Flusses. So auch ein in Österreich wohnendes chinesisches Ehepaar. Im Zuge eines Spaziergangs stürzte die bereits erkrankte Frau und erlitt einen Herzstillstand. Nachdem Ersthelfer die Rettungskette mit Absetzen eines Notrufs in Gang setzten, eilten zahlreiche Einsatzkräfte der Rettung inkl. First-Responder, Polizei und Feuerwehr, sowie weitere ErsthelferInnen durch Auslösung der sogenannten Lebensretter-App zur Unglückstelle.Die Freiwillige Feuerwehr Baden Weikersdorf und FF Baden-Stadt wurden zur Unterstützung des Rettungsdienstes, aufgrund der Örtlichkeit und des extrem heißen Wetters, bei einer Reanimation als zusätzliche Manpower sowie beim anschließenden Abtransport alarmiert. Da sich einige Kameraden der FF Baden Weikersdorf gerade im Feuerwehrhaus aufhielten, als die Alarmierung sie erreichte, konnten die ersten Fahrzeuge innerhalb kürzester Zeit ausrücken. Als die abgelegene Örtlichkeit auf dem Waldweg – Wegerl im Helenental – direkt neben dem Schwechatfluss zu Fuß erreicht wurde, waren ein Rettungsteam vom Roten Kreuz samt Notarzt und eine private Ärztin sowie Einheiten der Polizei vor Ort – so Feuerwehreinsatzleiter Georg Mrvka von der FF Baden-Weikersdorf. Wir erhielten den Auftrag, bei der laufenden Reanimation zu unterstützen, einen Sichtschutz zu errichten und zusätzliches Equipment aus dem weiter weg stehenden RTW heranzuschaffen.“
Innerhalb beider Feuerwehren befinden sich auch speziell ausgebildete Rettungssanitäter, die bei solchen Szenarien dann eine sehr wertvolle Hilfe für die Rettungskräfte sind. Aufgrund der vielen anwesenden Passanten/Familien, die sich im Nahbereich aufhielten, wurde auf die Abschirmung ein besonderes Augenmerk gelegt. Trotz aller Wiederbelebungsversuche konnte die Frau leider nicht mehr gerettet werden und verstarb vor Ort. Wir möchten hier vor allem dem Ehemann der Verstorbenen unsere größte Anteilnahme ausdrücken, der von Anfang an vor Ort war. Einen pietätvollen Abtransport der Frau vom Unglücksort zur Landesstraße B210, wo die Übernahme durch die Bestattung erfolgte, wurde auch durch die Feuerwehrleute sichergestellt. Seitens der zwei Feuerwehren (Baden Weikersdorf und Baden-Stadt) standen insgesamt 40 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.
Anmerkung: Die hier gezeigten Fotos dienen „nur“ zur Veranschaulichung, mit welchem Aufwand um ein Menschenleben immer wieder noch gekämpft wird!
Bericht und Fotos: Stefan Schneider BFK BADEN/FF Baden-Stadt